Grundgesetz Artikel 5:BVPG

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."


Der Pressegroßhandel bezieht seine Ware von den Verlagen und liefert diese an den Einzelhandel. Mit rund 54 Prozent Marktanteil repräsentiert der Pressegroßhandel den dominierenden Vertriebskanal im Pressevertrieb.


76 Presse-Grossisten versorgen in Deutschland täglich ca. 116.000 Presseverkaufsstellen als stationäre Verkaufsstellen oder ambulante Händler. Die medienpolitischen und wirtschaftlichen Interessen des Pressegroßhandels werden durch den Bundesverband Presse-Grosso mit Sitz in Köln vertreten, dem 62 Unternehmen angeschlossen sind.


In 2006 betrug der Branchenumsatz 2,80 Mrd. € zu Abgabepreisen an den Einzelhandel. Die belieferten Einzelhandelsbetriebe gehören den unterschiedlichsten Geschäftsarten an: vom Kiosk über das Pressefachgeschäft bis hin zu dem Supermarkt und Discounter.


Presse-Großvertriebe sind mittelständisch geprägte Unternehmen mit durchschnittlich 140 Beschäftigten. Sie handeln mit einem Sortiment von über 4.000 Titeln, das an einzelnen international geprägten Standorten bis zu 6.000 Titel umfassen kann.
Der Pressegroßhandel zeichnet sich in der Ausübung seines aus Artikel 5 des Grundgesetzes abgeleiteten Auftrages, Pressefreiheit und Pressevielfalt zu gewährleisten, durch mehrere Charakteristika aus:


Alleinauslieferung: Die Verlage haben die Vertriebsrechte ihrer Objekte jeweils für ein bestimmtes, von ihnen festgelegtes Territorium in der Regel einem Grossounternehmen in Alleinauslieferung übertragen.
Neutralität: Das Presse-Grosso muß sowohl alle Verlage als auch alle durch ihn belieferten Einzelhändler prinzipiell gleichbehandeln. Es stellt den freien Marktzutritt aller Anbieter sicher und sorgt für die Überallerhältlichkeit der Ware.
Remissionsrecht / Dispositionsrecht: Als primärer Träger des Absatzrisikos kommt den Verlagen das originäre Dispositionsrecht zu. Mit der Übertragung der Vertriebsrechte auf den Grossisten entsteht für diesen ein abgeleitetes Dispositionsrecht gegenüber dem Einzelhandel. Korrespondierend damit geht das Rückgaberecht unverkaufter Exemplare gegen Verlagsgutschrift zum Einkaufspreis für beide Handelsstufen einher. Es bewirkt eine ausreichende Bevorratung über verkaufssichere Mengen hinaus, so dass keine Unterversorgung der Bevölkerung mit Informationen entsteht.
Preisbindung: Die preisbindenden Verlage legen sowohl die Abgabepreise vom Groß- zum Einzelhandel fest, als auch die Endverkaufspreise zwischen Einzelhandel und Konsumenten. Die Preisbindung ist vor allem unter kultur- und informationspolitischen Aspekten bedeutsam. Presseprodukte sollen der Preisspekulation entzogen werden.
Gebiets- und Verwendungsbindung: Der Grossist darf nur innerhalb der ihm vom Verlag vorgegebenen Grenzen an Einzelhändler vertreiben. Diese wiederum sind ihrerseits gebietsbezogen tätig und müssen die bundesweit vorgegebenen Erstverkaufstage der Presseerzeugnisse gegenüber den Endverbrauchern einhalten.

 

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